Fabio Schwarz: Sieg und Rekord 
bei der 24. Hunsrück-Junior-Rallye 

Gelungenes Asphalt-Debüt für den 17-Jährigen

Fabio Schwarz schaffte am Wochenende bei der 24. Hunsrück-Junior-Rallye einen starken Sieg und ist damit der jüngste Fahrer, der je eine deutsche Rallye gewonnen hat. Rund 100 Teilnehmer waren zum dritten Wertungslauf der saarländischen ADAC Rallye-Meisterschaft gemeldet.    

Auf sein Debüt bei der Hunsrück-Rallye kann Fabio Schwarz mit Recht stolz sein. Es war nicht nur seine erste Rallye auf dieser legendären Strecke rund um das Rallyezentrum in Veitsrod, sondern zugleich sein Asphalt-Debüt, und das mit dem Ford Fiesta Rally3, einem 210 PS starken Allrad-Fiesta, den er zuvor noch nie gefahren war.

Nach zwei Jahren in der baltischen Rallye-Meisterschaft hat Fabio Schwarz mit diesem Sieg auch einen Rekord eingefahren und sich so in die Geschichtsbücher geschrieben: Mit 17 Jahren, 3 Monaten und 29 Tagen ist er der jüngste Fahrer, der je eine deutsche Rallye gewonnen hat!

„Eine super Rallye, eine super erste Erfahrung auf Asphalt und dann auch noch gleich zu gewinnen, das ist eine tolle Sache!“ freut sich der Sohn von Rallye-Legende Armin Schwarz begeistert zusammen mit seinem Stamm-Beifahrer Dennis Zenz. „Ich möchte einfach jedem danken, Papa, unserem Ingenieur Günther Aschacher, der mich zu jedem Rennen begleitet, sich um das Auto kümmert und das Set-Up betreut, Dennis, der immer einen super Job macht und einfach jedem aus dem Team, und natürlich all unseren Partnern, die mich unterstützen. Und auch ein ganz großes Dankeschön an die Veranstalter für die perfekt organisierte Rallye, die schönen Prüfungen und an alle Helfer.“

Mit dem Sieg hatte zu Beginn des Wochenendes keiner gerechnet, zumal es etliche Favoriten mit mehr Erfahrung, vor allem auf diesen Strecken, gab: „Am Freitag hatten wir nur einen kleinen Test, eine Ein-Kilometer-Strecke in der Kiesgrube, um das Auto auszuprobieren und zu schauen, ob es funktioniert, damit das ganze System läuft,“ erklärt der 17-Jährige. „Mehr haben wir nicht gemacht.“ So starteten die Beiden am Samstagvormittag direkt in die Erkundungsfahrt, die "Reconnaissance", die eine positive Überraschung brachte: „Das waren sehr selektive Prüfungen, sehr unterschiedlich, aber auch sehr flüssig und richtig interessant. Eine sehr schöne Streckenvielfalt, auch mit ein bisschen Schotter,“ fasst Fabio zusammen.

Auf Anhieb zweitbeste Zeit in der ersten WP

10% Schotter beinhalteten die acht Wertungsprüfungen mit 150 Gesamtkilometern. Vom Start weg lief es gut. In der ersten WP gibt Fabio zu, noch etwas vorsichtig gefahren zu sein, um „einen guten Rhythmus zu finden“. Er fuhr auf Anhieb die zweitbeste Zeit. Daraufhin gab er bei der zweiten Wertungsprüfung mehr Gas und schaffte Bestzeit. Auch bei den weiteren Etappen lief es gut, sodass Fabio vor WP7 satte acht Sekunden Vorsprung auf den Zweitplatzierten hatte. Doch dann machten ihm die Reifen das Leben schwer und es wurde nochmal eng: „Die Reifen waren wirklich am Ende. Auf den letzten zwei Kilometern haben wir die Reifen überhitzt, da waren sie richtig ‚schwammig‘. Im Verhältnis zum Grip haben wir beim Abbiegen zu spät gebremst und sind leider geradeaus gefahren. Wir mussten rückwärtsfahren und dann links, damit haben wir Zeit verloren und hatten vor der letzten Prüfung statt acht Sekunden nur noch eine Sekunde Unterschied zum Zweiten.“

Die Fans waren großartig

‚All-IN‘ hieß damit die Devise für die achte und letzte Prüfung. „Mehr wäre nicht gegangen!“, versichert Fabio und schwärmt begeistert: „Es hat richtig Spaß gemacht. Was für ein enger Kampf gegen Max Reiter. Die vielen Fans auf der letzten Prüfung, die einen richtig angefeuert haben, haben noch mal für extra Motivation gesorgt.“ Stage acht gewann Fabio mit 2,1 Sekunden Vorsprung: „Das war eine große Freude als wir gesehen haben, dass wir gewonnen haben. Ich muss ehrlich zugeben, es war schon ein bisschen Druck vor der letzten Prüfung da, und wir waren nervös, weil wir gewinnen wollten.“

Super Erlebnis, super Strecken: Daran wollen wir anknüpfen

Zufrieden fasst Fabio zusammen und schaut optimistisch nach vorne: „Super Erlebnis, super Strecken und jetzt schauen wir, dass wir für die nächsten Rallyes gut vorbereitet sind und da weitermachen, wo wir jetzt aufgehört haben.“ Als nächstes Rennen steht für Fabio Schwarz und Dennis Zenz die Rallye Estonia an, der WRC-Lauf in Estland, östlich von Tallinn.

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